Die Beantragung eines Wechselkennzeichens

Wechselkennzeichen fürs Auto
Wechselkennzeichen fürs Auto

Seit Juli 2012 können PKW-Besitzer ein Wechselkennzeichen beantragen. Die Beantragung gleicht einer normalen Anmeldung eines PKWs. Mit einem Kennzeichen können somit 2 Fahrzeuge nacheinander im öffentlichen Strassenerkehr genutzt werden. Steuern und Versicherung müssen jedoch für beide Fahrzeuge bezahlt werden. In Österreich und der Schweiz werden Wechselkennzeichen mit Steuervergünstigen angeboten. Dies ist in Deutschland nicht angedacht und somit ist eine Ersparnis fraglich.

Vorraussetzungen

Die neuen Wechselkennzeichen können zugeteilt werden, wenn beide Fahrzeuge auf einen Halter angemeldet werden, die Fahrzeuge die gleiche Klasse M1, L oder O1 bzw

. die Fahrzeuggruppen 1,2 und 7 haben und die Anzahl und Abmessung der Kennzeichen identisch ist. Das Wechselkennzeichen darf nicht zugeteilt, wenn ein Saison-, Kurzzeit-, Behörden-, Ausfuhr- oder Rotes Kennzeichen vorhanden ist.

Unterlagen

Um das Wechselkennzeichen beantragen zu können werden die Fahrzeugscheine/Zulassungsbescheinigungen Teil 2 sowie Fahrzeugbriefe/Zulassungsbescheinigungen Teil 1 beider Fahrzeuge benötigt. Die bisherigen Kennzeichen müssen zur Entwertung mit gebracht werden. Die Nachweise der gültigen Hauptuntersuchungen nach § 29 StVZO, die Bescheinigungen der Abgasuntersuchungen, die elektronischen Versicherungsbestätigungen (ausgewiesen für das Wechselkennzeichen), der Personalausweis des Halters oder eine Vollmacht müssen eingereicht werden.

Gebühren

Zusätzlich zu den Gebühren für den Zulassungsvorgang fallen 6 Euro pro Fahrzeug an.

Kennzeichen

Das Wechselkennzeichen besteht aus 6 Teilen. Das Hauptkennzeichen mit dem Buchstaben „W“ über dem Siegel muss an das Fahrzeug, welches im öffentlichen Straßenverkehr genutzt wird, angebracht sein. An jedem Fahrzeug werden hinten und vorne die Ziffern 1 oder 2 dauerhaft befestigt. Ohne das Hauptkennzeichen muss das Fahrzeug auf privatem Gelände abgestellt werden. Ansonsten können Bußgelder in Höhe von 50 Euro fällig werden.

Fazit

Laut mehreren Artikeln sind Versicherung nicht in der Lage die Kosten für beide Fahrzeuge zu verringern. Das Fahrzeug, welches auf dem privaten Gelände abgestellt wurde, muss weiterhin einen Versicherungschutz haben. Umfallende Bäume oder auslaufendes Öl müssten trotzdem vom den Versicherugen übernommen werden. Es müssen also 2 PKWs beim Straßenverkehrsamt angemeldet werden und auch die Kosten wie Versicherung und Steuern für beide PKWs bezahlt werden. Nur das Kennzeichen wird einmalig bezahlt. Jedoch kann auch nur ein PKW im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Für viele wird das Wechselkennzeichen uninteressant sein, da durch eine Anmeldung von 2 PKWs nur die Herstellung eines zweiten Kennzeichen fehlt.

Weiterführende Informationen zum Thema Wechselkennzeichen: http://www.autoversicherungen.info/ratgeber/wechselkennzeichen/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.